7Kloster REHNA
ORTSZEIT - Maurinmühle
ORTSZEIT - Maurinmühle
19.05.–31.10.2026
Ausstellung | Di–So und an Feiertagen 11–16 Uhr
Susanne Gabler, Gudrun Brigitta Nöh, Nina Rathke, Udo Rathke, Rico., Christoph Rodde, Anna Rose, Santhe Hauser, Karin Schroeder, Renate U. Schürmeyer, Ramona Seyfarth, Katja Stelz, Pauline Stopp, Barbara Wetzel, Miro Zahra, Janet Zeugner, Annette Czerny
Konzept, Kuration, Projektleitung: Annette Czerny
Historiker: Lukas Augustat
ORTSZEIT ist ein Kunstprojekt, das sich vergessener Orte widmet: Orte, die in der Vergangenheit Schauplatz von Unmenschlichkeit geworden sind und an denen kaum noch Spuren der Geschehnisse zu finden sind. Mit den Mitteln der Kunst werden diese Orte sichtbar gemacht und wird an die Geschehnisse erinnert.
Maurinmühle bei Neschow im Amtsgebiet Rehna ist solch ein vergessener Ort. Hier existierte ein Kinderheim, in dem zur Zeit des Nationalsozialismus sogenannte schwer erziehbare Kinder sowie Kinder von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen untergebracht waren. Der Historiker Lukas Augustat hat über das Kinderheim geforscht und seine Ergebnisse unter dem Titel „Maurinmühle in Mecklenburg: NS-Kinderheim und ‚Ausländerkinder-Pflegestätte‘„ veröffentlicht.
Die Ausstellung „ORTSZEIT – Maurinmühle“ verbindet künstlerische und wissenschaftliche Arbeit. Kunst setzt die wissenschaftliche Recherche fort, sie vermittelt auf emotionaler Ebene persönliche Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler, sie dringt in die Öffentlichkeit, ändert Sichtweisen und evoziert Diskurse. Sie stellt Fragen und ermöglicht den Betrachtenden eine eigenständige Auseinandersetzung. So können sich Besucherinnen und Besucher auf den verschiedenen Ebenen dem Thema nähern.