116Kunstpavillon HERINGSDORF
Die Zerstreuung der Gegenstände
Die Zerstreuung der Gegenstände
Barbara Wetzel – Grafik, Raumzeichnung, Skulptur
27.09.–25.10.2026
Ausstellung | Mi-So 14-17 Uhr
Motiv und Material begegnen sich expressiv, Farbe, Linie, Fläche in planvoller Verschränkung ermöglicht der Künstlerin die geistige Umsetzung ihres persönlichen Blickes auf die verletzliche Welt. Das Holz als zentraler Werkstoff trägt das Empfinden der Sterblichkeit. Eine packende Mischung aus Lebensbejahung und tiefer Melancholie (…).
Wetzel berichtet in diesen Arbeiten nicht nur von den ästhetischen Möglichkeiten, sie artikuliert einen im besten Sinne tradierten Begriff von „gutem Material“ – als Spuren tragende, Geschichte bergende Autorität. Die Künstlerin, sieht in der Kunst die Möglichkeit, das „Bedürfnis nach Schönem“ zu stillen, das in jedem Menschen angelegt sei. Kunst müsse immer mit Menschen verbunden sein, das ist der Künstlerin wichtig. Mit ihren Grafiken, ihren Holzskulpturen stemmt sich die Künstlerin gegen eine (von Max Weber als „stahlhartes Gehäuse“ bezeichnete) ökonomiebeherrschte Welt.“
Florian Arnold, Ulm
Zur Künstlerin:
– 1969 geboren in Wittenberge, aufgewachsen in Schwerin
– 1986 Bauzeichnerlehre
– 1988 Steinmetzlehre
– 1991-98 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Heinze
– 1998 Diplom Bildhauerei zum Thema „Heilige Figur“
– seit 1998 freiberuflich
– Barbara Wetzel lebt und arbeitet in Katelbogen.
– In ihrer Werkstatt entstehen Grafik und Skulptur für öffentliche und private Räume.
Roland Schimmelpfennig
liest aus: Bericht von der Mondlandung
03.10.2026 | 17 Uhr
Gedichte
Nach dem großen Bühnenerfolg von »Anthropolis«: Roland Schimmelpfennigs erster Gedichtband
»Wo sind wir hier, sind wir hier schon einmal gewesen?« So lautet eine der Fragen in Roland Schimmelpfennigs Gedichten. Und darum geht es: ums Suchen und Sich-Verlieren, um Wiederkehr und Wiederholung, um die Frage nach unserem Ort in der Welt. In einem fein gesponnenen Netz wiederkehrender Motive nehmen uns Schimmelpfennigs Gedichte mit nach Berlin und auf den Mond. Sie erzählen von der Angst und der großen Erschöpfung, aber auch vom Glück und von der Hoffnung, dass von nun an vielleicht »alles für immer anders wird«. Aber, ach: »Hauptsache, die Musik hört nicht auf«.
Zum Autor:
Jahrgang 1967, ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Er hat als Journalist in Istanbul gearbeitet und war nach dem Regiestudium an der Otto-Falckenberg-Schule an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit 1996 arbeitet Roland Schimmelpfennig als freier Autor. Weltweit werden seine Theaterstücke in über 40 Ländern mit großem Erfolg gespielt. Im Fischer Taschenbuch Verlag sind erschienen: »Die Frau von früher«, »Trilogie der Tiere«, »Der goldene Drache« und »Anthropolis«. 2016 erschien sein erster Roman »An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts«, der auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse stand. Es folgten die beiden Romane »Die Sprache des Regens« (2017) und »Die Linie zwischen Tag und Nacht« (2021). Zuletzt erschien sein Roman »Sie wartet, aber sie weiß nicht, auf wen« (2025). Roland Schimmelpfennig lebt in Berlin und Valencia.
Usedomer Kunstverein e.V.
im Kunstpavillon
Auf der Promenade am Rosengarten
17424 Seebad Heringsdorf
Tel: 038378 22877
info@usedomer-kunstverein.de
www.usedomer-kunstverein.de
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